Stornierungsregeln

10.1 Wird der Auftritt d. Künstlers oder die gesamte Veranstaltung durch den Auftraggeber abgesagt, wird eine Ausfallgage fällig:

Erfolgt eine Absage oder Terminverschiebung seitens des Auftraggebers bis 91 Tage vor Auftrittstermin, sind 20% der vereinbarten Gage fällig.

Erfolgt die Absage durch den Auftraggeber in der Zeit von 90 bis 31 Tagen vor Auftrittstermin, sind 50% der vereinbarten Gage fällig.

Erfolgt die Absage seitens der Auftraggebers in der Zeit von 30 Tagen bis 73 Stunden vor Auftrittsbeginn, beträgt die Höhe der Ausfallgage 75% der vereinbarten Gage.

Erfolgt die Absage des Auftraggebers 72 h oder weniger vor dem Auftritt, ist die volle vereinbarte Gage zu zahlen.

Sonderregelung zu Corona
Die Corona-Pandemie erfordert eine zusätzliche konkrete Regelung. Hierbei ist zu verstehen, dass die sommerlichen Freitage und Samstage begrenzt sind, so gut wie immer vergeben werden und eine Verschiebung auf einen dieser Tage im Folgejahr einer Stornierung und Neubuchung gleichkommt. Entsprechend sind die Stornierungsgebühren niedriger, wenn jede andere Verpflichtung zum abgesagten Datum ebenfalls hinfällig gewesen wäre und höher, wenn zum abgesagten Termin ein anderer Auftritt möglich gewesen wäre.


Folgende Sonderregelung gilt in Bezug auf die aktuelle 
Covid-19-Pandemie und behördliche Einschränkungen (Kontaktbeschränkungen / „Lockdown“). Andere Gründe wie z.B. Hygiene-Auflagen wie z.B. Abstandsregeln, die ein weiterer Dienstleister wie z.B. die Location nicht erfüllen kann oder möchte, eine persönliche Entscheidung oder die Absage von Gästen zählen nicht dazu.

10.2 Kann die Veranstaltung aufgrund eines deutschlandweiten flächendeckenden Veranstaltungsverbots („Lockdown“ ähnl. März/April/Nov/Dez 2020) nicht durchgeführt werden, kann die Veranstaltung auf einen späteren Termin innerhalb von 2 Jahren auf ein beliebiges Datum (außer Weihnachten, Silvester) verschoben werden und es fällt nur eine Gebühr von 10% der Gage an. (Diese Gebühr wird pauschalisiert für bereits erbrachte Vorbereitungsleistung erhoben, die nicht für eine Nachholveranstaltung genutzt werden kann.)

Wird die Veranstaltung vom Auftraggeber nicht nachgeholt, muss der bereits geleistete Vorbereitungsaufwand bezahlt werden, so wie es auch die Rechtsprechung vorsieht.

Nachgeholte Veranstaltungen müssen den Großteil der bereits erfolgten Planung nutzen – bei einer Neuplanung fallen ggf. weitere Gebühren an.

10.3 Erfolgt eine Absage seitens des Auftraggebers aufgrund eines regional beschränkten Veranstaltungsverbots (lokaler Lockdown), der eine Verlegung der Veranstaltung auf eine benachbarte Region (z.B. den nächstgelegenen Landkreis) grundsätzlich ermöglicht oder aufgrund einer (regional sowie flächendeckenden) behördlichen Begrenzung der Gästezahl auf 40 oder weniger, fallen folgende Kosten an: 30% der Gage bei Absage bis 31 Tage vor Veranstaltung, 50% bei Absage von 30 Tage bis 73 Stunden vor Veranstaltung, 75% bei Absage ab 72 Stunden vor Veranstaltung.

10.4 Ersatztermine müssen in Absprache nach Verfügbarkeit vereinbart werden.

10.5 Die Anzahlung muss in jedem Fall fristgerecht gezahlt werden und bleibt als Zahlung bis zum Nachholtermin bestehen – o.g. Gebühren werden damit verrechnet.

10.6 Etwaige bestehende Schadenersatzansprüche wegen der Absage bleiben von der Geltendmachung der unter Ziffer 10.1 genannten Ausfallgage unberührt.

10.7 Es ist dem Auftraggeber gestattet, den Nachweis zu führen, dass durch die Terminabsage überhaupt kein Schaden oder keine Wertminderung eingetreten sei bzw. dass die Wertminderung oder der Schaden wesentlich geringer sind als die aus Ziffer 10.1 resultierende Ausfallgage.

10.8 Der Auftraggeber muss vom Künstler bereits getätigte Auslagen (z.B. Reisekosten, Hotelbuchungen) gegen Beleg erstatten.